Ein Haus. Für ALLE Bürger.

„Wir wollen dafür sorgen, dass das Bürgerhaus in Staufen eine Klinker-Fassade bekommt“

Drei Fragen an Markus Glatter, den Vorsitzenden des Freundeskreises Faust-Forum

Im Vorfeld des Bürgerentscheids über das Faust-Forum hatte sich in Staufen ein Freundeskreis gegründet, der sich für den Bau des Bürgerhauses mit Mediathek eingesetzt hat und das Kulturleben des Fauststadt auch in Zukunft begleiten wollte. Was ist daraus geworden? Wir haben beim Vorsitzenden Markus Glatter nachgefragt.

Frage: Herr Glatter, der Bürgerentscheid über das Faust-Forum liegt nun über drei Monate zurück. Seither hat man von Ihrem Freundeskreis wenig gehört. Ruhen Sie sich auf den Lorbeeren des überraschend großen Erfolgs bei der Abstimmung aus?

Markus Glatter: Keineswegs, im Gegenteil. Für uns kam die hohe Zustimmung von über zwei Dritteln der Staufener Bürger für den Bau übrigens nicht so überraschend. Bei unseren zahlreichen Aktivitäten, an den Infoständen und bei den Veranstaltungen, haben wir gespürt, dass die Staufener das Faust-Forum wollen. Wir konnten dabei klar machen, dass die Planung sicherstellt, dass es ein Bürgerhaus für alle Bürger wird. Eben ein Haus, das der Vielfalt des Staufener Kulturlebens in den passenden, vernünftigen Dimensionen gerecht wird. Und wie wir bei der Gründung versprochen haben, werden wir als Freundeskreis am Ball bleiben. Vorstand und Marketingausschuss haben seit dem endgültigen Baubeschluss häufig getagt. Wir haben viele Ideen entwickelt und bereits eine konkrete, weiterführende Aktion vorbereitet.

Frage: Was genau haben Sie vor?

Glatter: Damit die Kosten für den Bau im Rahmen bleiben und die Finanzen der Stadt nicht überstrapazieren, wurde die ursprüngliche Planung ja in mehreren Schritten angepasst, so dass Bürgerhaus und Mediathek zusammen am Ende weniger als 19 Millionen Euro kosten sollen. So hat es der Gemeinderat beschlossen. Mit diesem Geld ist aber nur eine Putzfassade möglich. Eigentlich hätten aber alle gerne eine Klinker-Fassade, wie sie der Architekt am Anfang vorgesehen hat. Unser Freundeskreis will nun mit einer großen Spendenaktion helfen, die Klinker-Fassade doch noch zu verwirklichen. Wir sind nämlich von den handfesten Vorteilen von Klinker gegenüber Putz überzeugt. Klinker ist länger haltbar, widerstandsfähiger und einfacher zu reinigen. Klinker ist also nicht nur schöner, sondern rechnet sich langfristig auch. Und mit dem in Staufen schon in anderen Situationen bewährten bürgerschaftlichen Engagement sollten wir es schaffen können, das zusätzliche Geld für die Klinker zusammenzubekommen.

Frage: Wie soll diese Aktion im Detail aussehen?

Glatter: Wer mitmachen will, kann symbolische Bausteine zeichnen, ein Viertelquadratmeter Klinker für 75 Euro ein halber Quadratmeter für 150 Euro und ein ganzer Quadratmeter für 300 Euro. Das entspricht in etwa den realen Kosten. Auf unserer Webseite www.freundskreis-faustforum-staufen.de haben wir ein extra Formular für die Klinker-Spenden eingerichtet. Aber natürlich kann man auch jeden beliebigen Betrag mit dem Stichwort „Klinker“ auf eines der Freundeskreis-Konten überweisen. Da wir ein eingetragener, gemeinnütziger Verein sind, kann man die Spenden natürlich von der Steuer absetzen. Flyer für die Aktion sind in Arbeit. Unseren über 200 Mitgliedern werden wir die Aktion bei der nächsten Mitgliederversammlung am 16. Mai vorstellen. Und für die Baustelle am Schladererplatz, auf der es in der zweiten Jahreshälfte losgehen wird, haben wir uns auch schon was überlegt. Doch das verraten wir erst am 16. Mai...

 

Anmerkung: Am Dienstag, 16. Mai fand in der Zunftscheuer in Staufen eine Mitgliederversammlung des Freundeskreises FaustForum e.V. unter anderem zu diesem Thema statt.

Spendenaktion beendet

Die Spendenaktion zur Realisierung der Klinker-Fassade am entstehenden FaustForum ist nach dem Entscheid des Gemeinderats, diese nicht umzusetzen, beendet.

Wir möchten allen Spenderinnen und Spendern für ihre Zuwendungen danken. Die eingeworbenen Mittel werden dem Bürgerhaus in anderer Form zu Gute kommen.